Chirotherapie
Die manuelle Medizin ist eine alte Volksheilkunst, die erst spät in die Hand des Arztes gelangte. Der Patient war bis dahin gezwungen, bei einer ganzen Reihe von Beschwerden am Haltungs- – und Bewegungsapparat die Hilfe des Laienbehandlers zu suchen. Das „Knochen setzen“ ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Bei vielen Völkern hat es Kundige gegeben, die in der Lage waren, durch Handgriffe Beschwerden an Wirbelsäule, Gliedmaßen oder gar Organen zu lindern. In der Traditionellen Chinesischen Medizin subsumieren sich diese Techniken unter dem Begriff des Tuina oder der Tuinamassage.
Die Wurzeln der modernen manuellen Medizin, die sich in ärztlicher Hand in den letzten 40 Jahren erheblich weiter entwickelt haben gehen auf die Osteopathie und Chiropraktik zurück.
In den USA praktizieren 20.000 Doktoren der Osteopathie (D.O.), dem gegenüber stehen 160.000 Doktoren der universitären Medizin (M.D.)
Die Chiropraktik begründet sich auf den Gemischtwarenhändler Palmer, der die erste Schule im Jahre 1895 gründete.(ca. 30.000 Chiropraktiker in den USA (D.C.)).
In Deutschland setzte die Entwicklung nach 1945 durch die Initiative zweier Schulen ein:
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das Ärzteseminar Dr. Karl Sell an der Argentalklinik in Isny – Neutrauchburg mit der Lehre der Irritationspunkte und der Manipulation in die „freie Richtung“.
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Die auf der Osteopathie aufbauende Schule der FAC in Boppard, früher Hamm nach Dr. Gottfried Gutmann und Dr. Herbert Frisch.
Die Grundtechniken liegen nach einer präzisen ärztlichen Diagnostik in Massage, Mobilisation und Manipulation zur sanften Wiederherstellung der Einheit von Struktur und Funktion. |