
Die Akupunktur
Die Akupunktur ist eine alte chinesische Behandlungsmethode, bei der mit Hilfe dünner Nadeln Erkrankungen reflektorisch über die Stimulation der Körperoberfläche geheilt werden.
Über 350 Akupunkturpunkte verteilen sich auf den sogenannten 12 Körpermeridianen. Jedem dieser Meridiane , welche in Yin und Yangpartner unterteilt sind wird ein Organ zugeordnet. Nach fernöstlicher Überlieferung zirkuliert auf den Meridianen das Qi, die Lebensenergie. Daneben existieren noch 6 weitere, sogenannte Wundermeridiane, wovon 4 tief im Körperinnern verlaufen. Diese stellen Kraftressourcen dar und sind nur über besondere Akupunkturpunkte zu aktivieren. Die Kombination der Punkte, die Reihenfolge der Nadelung sowie die Nadeltechnik stellen die eigentliche Herausforderung bei dieser Heilkunst dar. Ursprünglich wurden Gold und Silbernadeln mit unterschiedlicher energetischer Wirkung verwendet. Durch die Akupunktur wird die aus dem Rhythmus geratene Lebensenergie wieder harmonisiert und in Fluß gebracht.
Ernsthafte Nebenwirkungen sind bei einer korrekten Nadellage nicht zu erwarten. Häufig kommt es zu einer örtlichen Rötung und einem vorübergehenden Wärmegefühl. Selten ist mit einem Bluterguss oder einem Nadelkollaps zu rechnen.
Nach den ersten Behandlungen kann es, wie auch in der Homöopathie zu einer Erstverschlimmerung kommen.
Wirkmechanismen nach naturwissenschaftlicher Vorstellung:
· Bildung und Ausschüttung körpereigener morphinartiger Substanzen, genannt Endorphine und Enkephaline
· Einfluss auf Transmittersubstanzen an den Nervenendigungen und Muskelzellen
· Aktivierung bzw. auch Deaktivierung schmerzkontrollierender oder schmerzleitender Nervenfasern
· Therapie über die Dermatome durch viszerocutane und osteoviszerale Reflexbögen mit konsekutiver Veränderung von Durchblutung und Muskeltonus
· Immunmodulatorische Funktionen auf zellulärer Ebene
Therapierbare Erkrankungen:
Alle somatischen und psychosomatischen Erkrankungen ohne Defektzustände
Alle chronischen Schmerzsyndrome
Alle Funktionsstörungen der inneren Organe
Gynäkologische Erkrankungen
Allergologische Erkrankungen
Orthopädische Erkrankungen
Nicht behandelt werden sollten:
Schwere Psychische Erkrankungen
Krebserkrankungen außer zur Schmerzlinderung
Akute Infektionserkrankungen
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