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Die von Rudolf Steiner (1861 - 1925) begründete Anthroposophie beeinflusst viele Aspekte unserer Kultur in Form der Waldorf - Pädagogik, der Heilpädagogik, der biologisch - dynamischen Demeter - Landwirtschaft, der Architektur oder der Kunst (Musik und Eurythmie). In den zwanziger Jahren diesen Jahrhunderts kam durch die Initiative suchender Ärzte und Pharmazeuten ein Ärztekurs zustande, bald entstanden zwei kleine Privatkliniken in Arlesheim/ Schweiz und Stuttgart. Für die Umsetzung neuer pharmazeutischer Verfahren und zur Produktion von Heilmittel wurden die mittlerweile international bekannte Weleda AG und Wala oHG gegründet.
Bei der Anthroposophischen Medizin geht es um eine Erweiterung der Heilkunde und um die Überwindung der Einseitigkeit des naturwissenschaftlichen Denkens. Trotz aller hochspezialisierten Techniken ist es der Medizin bis heute nicht gelungen einen wissenschaftlich gültigen Krankheitsbegriff zu erarbeiten. Nicht nur die Therapien aber auch unser Verständnis von den Ursachen einer Erkrankung ändert sich alle 4 bis 10 Jahre, selbstverständlich jedesmal unter dem Dogma nun die alleingültige Wahrheit gefunden zu haben.
Anthroposophische Medizin erfasst den Menschen nicht als ein Konglomerat von Zellen, sondern betrachtet ihn als ein im Kosmos eingebundenes spirituelles Wesen. Im Vergleich mit Pflanze und Tier ist der Mensch nicht nur das höchst entwickelte und bewussteste Wesen der Schöpfung, sondern auch das leidendste und kränkste! Krankheit und Heilung haben somit zutiefst mit der Eigenart des Rätsels Mensch zu tun.
Da die Pflanzenwelt als erstes Reich des Lebens die ätherisch - kosmischen Kräfte am reinsten offenbart nutzen wir es nicht nur für unsere Nahrungsgrundlage, sondern setzen die ätherischen Aufbaukräfte in Form von biologischen Heilmitteln in der Phytotherapie und Organotherapie ein.
Die vielschichtige Struktur der Anthroposophischen Medizin kann leider hier nur skizzenhaft angedeutet werden.
Eine der wesentlichsten Bereiche der Praxis wird die berufsgruppen- übergreifende Arbeit der Therapeuten sein. Ziel ist über die nächsten 5 Jahre der Aufbau eines angegliederten Instituts. Hier soll der Schwerpunkt auf der präventiven Medizin liegen. Eine besondere Therapierichtung stellen die künstlerischen Therapien dar. Mit Plastizieren von Ton und Malen mit Farben werden auf eine unbewusste Art die unterschiedlichsten Problematiken aufgearbeitet, Blockaden gelöst und früher nicht zu erreichende Ressourcen mobilisiert. |