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Chelattherapie

 

Chelat Therapie

Durch Alterung und Krankheiten verliert der Körper die Fähigkeit, metallische Ionen auszuschleusen. Dies betrifft auch die Kalzium Ionen. Kalzium hat im Körper lebenswichtige Aufgaben. Ohne dies gäbe es keine Zähne und keine Knochen. Durch den Alterungsprozess und die Fett-Peroxidation werden die Wände der Arterien und Kapillaren geschädigt und bilden Narbengewebe. Kalzium und oxidiertes Cholesterin wird in diese Narben eingebaut. 

Es gibt verschiedene, bekannte Risikofaktoren für die Atherosklerose (Plaque Bildung). Die Fett-Peroxidation lässt in den Arterienwänden einen Entzündungsprozess beginnen, der unterstützt wird durch die Anwesenheit von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, oxidiertem Cholesterin, Mangel an genügend Antioxidantien (Vitamin A,C,E), hohe Homocystein Werten, Tabakrauch und Diabetes. Wenn man diese Risikofaktoren kennt und konsequent vermeidet, kann man den Prozess der Atherosklerose aufhalten.

Die Verhärtung der Arterien oder Arteriosklerose ist ein normaler Alterungsprozess so wie auch die Verhärtung von anderem Bindegewebe im Körper. Dies wird durch die Quervernetzung von Kollagenfasern verursacht und durch die diffuse, kontinuierliche Ablagerung von Kalzium in den Arterienwänden. Dies führt zum Verlust der Elastizität der Arterienwände.

Bei der Atherosklerose hingegen kommt es zur Verkalkung von Plaques, welche aus diversen Fetten (Lipiden) bestehen, aus den sog. Schaumzellen, Narbengewebe und überwachsenen glatten Muskelzellen aus der Arterienwand. 

Der genaue Inhalt der Plaques hängt von den Essgewohnheiten ab, von der Zufuhr von Antioxidantien und der Dauer der Plaqueentstehung. 

Man dachte früher, dass die Plaquebildung in mittleren bis älteren Lebensjahren beginnt. Man weiss heute, dass sie bereits in der Kindheit beginnen kann. Der Schweregrad der Plaqueablagerungen hängt von den Genen ab, von den Essgewohnheiten und dem Körpertraining. Bis zum 21. Lebensjahr haben viele Menschen schon Atherosklerose, was immer wieder durch Nebenbefunde bei Operationen oder Autopsien bestätigt wird.

Das Resultat dieser Plaques auf das Herz ist Angina pectoris, Herzinfarkt oder sogar der Tod. Eine verminderte Blutversorgung zu den Verdauungsorganen führt zu einer schlechten Verdauung. Eine verminderte Blutzufuhr zu den Gelenken fördert die Entstehung von Arthrose.

Der Effekt auf die Extremitäten sind kalte Hände und Füsse, in fortgeschrittenen Stadien können diese mangels Blutzufuhr absterben. Ein Warnzeichen ist auch die “Schaufensterkrankheit” (auch Claudicatio intermittens genannt), wobei der Schmerz in den Waden beim Gehen zunimmt, so dass eine Pause eingelegt werden muss, während der Schmerz wieder verschwindet.

Impotenz wird durch die verminderte Blutzufuhr zum Penis verursacht. Eine verminderte Blutzufuhr zum Gehirn führt zu Demenz und in schlimmen Fällen zum Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung des Körpers.

Die Liste der Probleme, die durch Arterienverkalkung verursacht werden ist sehr gross. Dies überrascht nicht, wenn man bedenkt, wie wichtig die Blutversorgung für das optimale Funktionieren aller Körperorgane ist. Sogar Krankheiten, die nicht primär durch eine schlechte Blutversorgung verursacht werden, werden schlimmer, wenn eine schlechte Blutversorgung hinzukommt.

Ein Beispiel hierfür ist der Diabetes. Ein bestehender Diabetes wird durch die schlechte Blutversorgung zur Bauchspeicheldrüse verschlimmert. Eine schlechte Blutversorgung zu den Nieren führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Angiotensin, was zu einem hohen Blutdruck führt. Eine schlechte Blutversorgung der Gelenke in der Wirbelsäule führt zu Schmerzen und Entzündung in diesen Gelenken.

Die Chelat Therapie als Alternative zur Behandlung der Durchblutungsstörungen:

Seit alters her ist es das Bestreben der Menschheit, die Jugend so lange wie möglich zu bewahren. "Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße!" stellt dazu ein bekannter Gefäßspezialist fest.  Damit hat er sowohl die Grenze der Jugend als auch die Aufgabe einer Gefäßtherapie eindeutig beschrieben.

Seit einiger Zeit gibt es eine wirksame Behandlung der Arteriosklerose mit einer längst bekannten Substanz: EDTA.  Eine EDTA-Chelat-Therapie kann durchaus das Mittel der Wahl zur Behandlung einer Cerebralsklerose, von Angina pectoris oder eines Raucherbeines sein.  Selbst eine ausgedehnte Arterienverkalkung muss nicht notwendigerweise zu Herzanfällen, Schlaganfall, Bypassoperation oder Amputation führen. Die Chelat-Therapie gibt eine berechtigte Hoffnung auf Heilung der Beschwerden, die auf eine Arteriosklerose zurückzuführen sind. Sie sollten sich von den zahlreichen, teils unsachlichen und unrichtigen Kritiken nicht beirren lassen.

Natürlich hängt das Ergebnis der Chelat-Therapie ganz wesentlich von der Schwere der Erkrankung und der Anzahl der Behandlungen ab.  Mehr als 75 % aller behandelten Patienten erleben eine deutliche Verbesserung ihres Krankheitsbildes.  Bei über 90% aller Patienten, die mehr als 35 Infusionen erhielten, konnten weitere Verbesserungen nachgewiesen werden, wenn sie zusätzlich eine Diät einhielten, gymnastische Übungen durchführten und das Rauchen einstellten.  Durch die bessere Durchblutung lassen sehr rasch die Schmerzen nach.  Die Füße werden wieder warm, und - was besonders wichtig ist - die Lebensqualität nimmt deutlich zu.

Was ist Chelation ?

Die Chelation ist ein chemischer Prozess, bei dem Metalle oder Minerale, wie z. B. Blei, Quecksilber, Kupfer, Eisen, Arsen, Aluminium, Calcium etc., mit einer anderen Substanz gebunden werden.

Es handelt sich hierbei um einen natürlichen Vorgang, der in der Natur häufig vorkommt.  So ist z. B. der Blutfarbstoff Hämoglobin ein Chelat des Eisens oder das Pflanzenchlorophyll ein Magnesiumchelat. Auch bekannte Substanzen wie Aspirin, Antibiotika, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wirken im Körper in Form einer Chelation.

Zahlreiche Enzyme innerhalb des enzymatischen Systems des menschlichen Körpers sind Chelate. Es handelt sich um gewöhnliche Proteine, welche notwendigerweise mit Metallen verbunden sind, um funktionieren zu können.  Viele Proteine können ihrer Enzymfunktion nicht gerecht werden ohne die Hilfe von bestimmten Metallen. So wären z. B. Schlangen- und andere Tiergifte absolut harmlos, wenn das Metall durch Chelatbildung aus dieser Verbindung gelöst wird.  Dadurch kommt der Chelat-Therapie mit EDTA bei der Behandlung von Schlangengiften eine so überragende Bedeutung zu.

Was ist die Chelat-Therapie ?

Die Chelat-Therapie ist eine Behandlung, bei der die synthetische Aminosäure Ethylen Diamin Tetraacetat (abgekürzt: EDTA) einem Patienten unter der Beaufsichtigung eines dafür speziell ausgebildeten Arztes intravenös verabreicht wird.  Hierbei bindet EDTA im Körper Metalle, welche über den Urin wieder ausgeschieden werden.  Auch abnorme Ablagerungen von mit der Nahrung aufgenommenen Metallen sowie toxische Schwermetalle wie Blei werden leicht durch EDTA wieder entfernt.

Das Wirkprinzip von EDTA

Die Chelat-Therapie ist nicht, wie bisher angenommen, eine Art "rohrfrei".  Bevor man etwas über die Pathologie der freien Radikale wußte, bestand die Arbeitshypothese über das Wirkprinzip der EDTA darin, daß die Chelat-Therapie ihren bedeutenden Heileffekt in der Veränderung des Calcium-Stoffwechsels hatte.  Man nahm an, daß überschüssiges Calcium aus den arteriosklerotischen Plaques gelöst und in chelatierter Form aus dem Körper ausgeschieden wird, so daß die Arterien gewissermaßen wieder verjüngt werden.  Dieses Denkmodell , das sogenannte "Roto-Rooter" -Konzept, ist tatsächlich nicht ausschlaggebend für den großen gesundheitlichen Erfolg der Chelat-Therapie.  Die Tatsache, daß EDTA frei verfügbares Calcium bindet, wird mittlerweile als einer der unwichtigsten Aspekte seines Wirkprinzips angesehen.

Viel wichtiger ist, daß EDTA eine Affinität hat zu den sogenannten übertragungsmetallen Eisen und Kupfer sowie den nahestehenden toxischen Schwermetallen Blei, Quecksilber, Cadmium und anderen, welche potentielle Katalysatoren von überschüssigen freien radikalen Reaktionen sein können.  Es wird nun angenommen, daß die Pathologie der freien Radikale der zugrundeliegende Prozess ist für die Entwicklung der Alterskrankheiten, einschließlich Krebs, senile Demenz, Arthritis und Arteriosklerose.  Die Wirkung von EDTA beruht also in erster Linie darauf, daß es in hohem Maße die weitergehende Produktion von freien Radikalen im Körper verhindert, indem metallische Katalysatoren gebunden und ausgeschieden werden.  Diese metallischen Katalysatoren werden nämlich in abnormen Gebieten im Körper älterer Menschen gespeichert und beschleunigen den Altersprozess.

Dies ist eine sehr vereinfachte Erklärung der zur Zeit laufenden Forschung.  All jenen, welche sich für die wissenschaftlichen Einzelheiten interessieren, sei eine Arbeit empfohlen von Dr. Elmer M. Cranton und Dr. James P. Frackelton.

Die Pathologie der Freien Radikale bei altersbedingten Krankheiten
Originaltitel:
Free Radical Pathology in Age-Associated Diseases:
Treatment with EDTA, Nutrition and Antioxidants.

Eine gute Erklärung der vielen wissenschaftlichen Abhandlungen in allgemein verständlicher Sprache finden Sie im Buch von Dr. Elmer M. Cranton und Arline Brecher: "Bypassing By-pass".

Wirksamkeitsnachweise

Ärzte mit ausreichender Erfahrung im Umgang mit der Chelat-Therapie beobachten immer wieder eine erstaunliche Besserung der Gesundheit bei den meisten ihrer Patienten. Die Angina-pectoris-Anfälle werden in jedem Fall vermieden, so daß Patienten, die nach geringfügiger Belastung bereits an stechenden Brustschmerzen litten, durchaus in der Lage sind, nach der Chelat-Behandlung zu einem normalen Arbeitsleben zurückzukehren.  Das geschieht in der Regel bereits nach der 4. oder 5. Infusion.  Sehr viel eindrucksvoller, aber ebenso regelmäßig wird beobachtet, daß Unterschenkelgeschwüre und diabetische Gangrän an den Füßen in wenigen Wochen 'abheilen. Begreiflicherweise sind natürlich viele Patienten, denen bereits eine Amputation in Aussicht gestellt wurde, hoch erfreut, wenn sie feststellen, daß die Ulcera durch die Chelat-Therapie heilen, obwohl evtl. bereits abgestorbenes Gewebe chirurgisch entfernt werden muss.

Die etwa 1.000 amerikanischen Chelat-Ärzte haben in ihren Unterlagen zahlreiche Beweise, daß es durchaus möglich ist, auch fortgeschrittene Fälle der arteriellen Verschlusserkrankung zu heilen - eine Beobachtung, die von europäischen Ärzten bestätigt wird.  Diese Ärzte werden häufig von Patienten aufgesucht, die sich wegen ihrer arteriellen Verschlusserkrankung und den sich daraus ergebenden Folgen in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden.  Trotzdem hat sich ihr Zustand nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit augenfällig positiv geändert.  Es gibt auch eine Vielzahl von Beweisen und klinischen Erfahrungen, daß sich Krankheitssymptome aufgrund einer Mangeldurchblutung bei mehr als 75% der behandelten Fälle verbessern lassen.

Diese Nachweise sind sowohl durch nuklearmedizinische Untersuchungen in speziellen Kliniken als auch durch oscillographische Messungen in internistischen Praxen bestätigt worden.  Darüber hinaus sind in den USA mehrere Forschungsstudien veröffentlicht worden, wobei mit Hilfe von Radioisotopen eine deutliche Durchblutungssteigerung nach der Chelat-Therapie statistisch bewiesen werden konnte.  Kopien dieser Berichte sind über die AAMP (American Academy of Medical Preventics, 6151 West Century Boulevard, Suite 11 14, Los Angeles, California 90045) zu beziehen.

Auch ohne Hinweis auf diese Durchblutungsstudien wären die Erfolge groß genug, um die Chelat-Therapie zu rechtfertigen, wenn nämlich die Claudatio intermittens verschwindet, die Angina pectoris weniger bedrohlich wird, die körperliche Belastbarkeit und geistige Leistung jedoch deutlich zunehmen.  Schließlich ist die Lebensqualität und die Befreiung von ständigen Schmerzen weit wichtiger als überbewertete Laboruntersuchungen.

Voruntersuchungen

Vor einer Chelat-Therapie muß ein kompletter Krankheitsstatus vorliegen.  Dazu gehört ein detaillierter Diätplan, Kopien aller Arzt- und Krankenhausberichte sowie eine gründliche Untersuchung.  Es sollte auch festgehalten werden, welche Medikamente wie lange und in welcher Dosierung eingenommen wurden und ob eine Allergie vorliegt.

Selbstverständlich gehört zur Untersuchung ein ausgedehnter Laborstatus von Blut und Urin, um festzustellen, inwieweit sich der Gesundheitszustand während der Chelat-Therapie verändert. 

Zur Feststellung des Grades der arteriellen Verschlusskrankheit vor der Therapie sind unblutige Messungen an den Gefäßen erforderlich.

Nachfolgeuntersuchungen und begleitende Tests werden in regelmäßigen Intervallen vor oder nach der Behandlung durchgeführt.

Risiken, Nebeneffekte, Kontraindikationen

Die EDTA-Infusion ist im Vergleich zu anderen Verfahren absolut ungiftig und risikoarm. Das Risiko gefährlicher Zwischenfälle liegt im Verhältnis von 1 : 10.000, vorausgesetzt, daß die Behandlung sachgemäß durch einen Arzt durchgeführt wird.

Im Vergleich hierzu soll nicht unerwähntbleiben, daß ca. drei von 100 Patienten bei einer Gefäßoperation sterben, wobei natürlich die Qualifikation des Operationsteams eine Rolle spielt.  Die Chelat-Therapie ist also 300mal sicherer als jede Gefäßoperation, wobei natürlich die Komplikationsrate bei Operationen sehr viel höher ist, z. B. durch Herzversagen, Schlaganfälle, Infarkte durch Blutgerinnsel und deutlich verlängerte Schmerzen.

Ein Verfahren, welches wirksam ist, hat auch Nebenwirkungen, die allerdings bekannt und beherrschbar sein müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden angegeben:

  • Frösteln, auch noch 6-8 Stunden nach der Infusion
  • geringfügige Herzschmerzen,
  • Brennschmerz an der Infusionsstelle und fortgeleitet im Arm,
  • Schwindel,
  • Gliederschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • Durst,
  • Gewichtsabnahme,
  • Müdigkeit,
  • Bläschen an der Oberlippe und Nasolabialfalte,
  • vorübergehender Temperaturanstieg,
  • Kopfdruck

Alle diese Erscheinungen klingen unter der Therapie wieder ab, ohne daß eine Unterbrechung erforderlich gewesen wäre.  Unter fachkundiger Durchführung eines Arztes ist diese Art der Therapie so ungefährlich wie die Medikation mit Aspirin-Tabletten.  Die Patienten können nach der Behandlung wieder selbst nach Hause fahren.  Falls allerdings EDTA zu schnell oder in zu hohen Dosen verabreicht wird, können, wie bei jeder anderen Überdosis von Medikamenten, gefährliche Nebenwirkungen auftreten.

Hierzu zählt ganz besonders ein akutes Nierenversagen bei der Behandlung einer Bleivergiftung mit EDTA.  Nicht weil EDTA die Nieren angreifen würde, sondern weil es in diesem Fall durch die hohe Bindungskapazität an Blei zu einer "Crashniere" mit akutem Nierenversagen kommen kann.  Diese Zwischenfälle haben sich Anfang der 60iger Jahre in der Zeit der Dosisfindung ereignet, worauf immer noch hingewiesen wird als ein Beweis für die Gefährlichkeit der Therapie.  Immer wieder wird behauptet, daß die EDTA-Chelat-Therapie negative Auswirkungen auf die Nieren hat.  Man hat jedoch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen 383 Patienten untersucht und nach der Therapie eine deutliche Verbesserung der Nierentätigkeit festgestellt.

Dennoch sollten gerade bei vorgeschädigten Patienten Nierenfunktionsprüfungen erfolgen, um einer Überlastung der Nieren vorzubeugen.  In solchen Fällen wird die Infusionsdauer länger und die Frequenz nicht so häufig sein.

Dann wird auch befürchtet, daß die arteriosklerotisch veränderten Gefäßwände durch die Chelat-Therapie geschwächt werden.  Bei dem ersten Deutschen Chelat-Kongress in Diepholz 1984 hat jedoch Dr. Zechmeister von der Universität Brünn sehr eindrucksvoll tierexperimentelle Untersuchungen vorgestellt, in denen der Nachweis gelungen war, daß durch EDTA-Infusionen volle Funktionsfähigkeit und Elastizität der Arterienwände wiederhergestellt werden konnten.  Darüber hinaus kommt es zu keinerlei Entkalkung von Knochen, Knorpel oder Zähnen, sondern durch intervallartige Steigerung des Parathormones zu einer deutlichen Verbesserung des Knochenstoffwechsels.

Die Deutsche Gesellschaft für Chelat-Therapie führt eine spezielle Ausbildung durch und überprüft die Kompetenz der einzelnen Ärzte in diesem Fachgebiet.  Ein Arzt, der erfolgreich an diesen Kursen teilgenommen hat, hat auch das Wissen und die Sicherheit im Umgang mit EDTA erworben.

Folgende Patientengruppen sind für die Chelat-Therapie nicht geeignet:

  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • ausgeprägte Herzrhythmusstörungen
  • schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen
  • Zustand nach Lungen-TBC
  • ausgedehntes Aneurysma

Ist es schmerzhaft ?
Wie fühlt man sich, wenn man mit EDTA behandelt wird ?

Die EDTA-Therapie verursacht im allgemeinen keine Schmerzen, und in den wenigsten Fällen treten Nebenwirkungen auf.  Die Patienten sitzen in bequemen Sesseln, können während der Therapie lesen, fernsehen oder sich mit anderen Patienten unterhalten.  Notfalls können die Patienten sogar herumlaufen, um auf die Toilette zu gehen, essen und trinken oder auch telefonieren.  Sie sollten nur darauf achten, daß die Infusionsnadel nicht herausrutscht.

Da die Behandlungsdauer 3 -4 Stunden beträgt, sollte der Patient auch unbedingt so viel Zeit mitbringen.  Es trägt nicht zum Therapieerfolg bei, wenn er abgehetzt und nervös, ständig in Zeitnot ist und die Schwester zur Eile antreibt.  Während der Infusion sollte ca. 1 Ltr. nichtkohlensäurehaltiges Wasser getrunken und wegen einer möglichen Unterzuckerung z. B. eine Banane gegessen werden.

Chelat-Therapie als ambulantes Prinzip

Die Infusionstherapie mit EDTA ist ein ambulantes Verfahren, welches in der Arztpraxis, im Sanatorium oder Krankenhaus durchgeführt werden kann.  Der Patient ist nach der Behandlung ohne weiteres in der Lage, wieder nach Hause zu gehen.

Ist »eine« Behandlung ausreichend.?

Ganz im Gegenteil. Die Chelat-Therapie ist eine Behandlungsserie, die normalerweise aus 20 bis 30 Infusionen besteht, abhängig von dem individuellen Gesundheitszustand des Patienten.  Dabei sind etwa 20 Behandlungen der Durchschnitt, um eine definitive Verbesserung der Arteriosklerose zu erzielen.  Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, daß bei sehr schweren Fällen mehr als 100 Infusionen erforderlich sein können, die ein- bis dreimal pro Woche durchgeführt werden.  Dieses Verfahren ist geeignet, das Fortschreiten der Arteriosklerose über einen langen Zeitraum aufzuhalten, wodurch dem Organismus Gelegenheit gegeben wird, Selbstheilungskräfte freizusetzen und die Durchblutung der Organe zu erneuern.  Nach und nach ermöglichen diese Infusionen eine deutliche Verbesserung zahlreicher metabolischer und physiologischer Prozesse im Körper.  Auch die Regulationsmechanismen von Calcium und Cholesterin werden durch die Normalisierung der Stoffwechselvorgänge aller Zellen wieder hergestellt.

Die Chelat-Therapie ist vorteilhaft für alle Blutgefäße bis hin zur kleinsten Kapillare, da die meisten für eine Operation entweder zu klein sind oder so tief im Gehirn liegen, daß sie einer Operation ohnehin nicht zugänglich sind.  Bei vielen Patienten sind gerade die kleinsten Gefäße stark befallen.  Die EDTA-Therapie regeneriert den Patienten vom Kopf bis zu den Fußspitzen, nicht nur kurze Abschnitte einiger großer Arterien, welche durch einen chirurgischen Eingriff im Sinne einer Bypass-Operation überbrückt werden können.

Ist die Chelat-Therapie legal ?

Die Chelat-Therapie ist ein legales Verfahren und EDTA ein zugelassenes Medikament.  Es gibt keinerlei gesetzliche Grundlagen, einem approbierten Arzt die Chelat-Therapi.e, zu welchen Bedingungen auch immer, zu untersagen.

Zwar steht die Behandlung der Arteriosklerose mit Chelat-Therapie noch nicht auf der Indikationsliste des Bundesgesundheitsamtes, wohl aber auf der Therapieangabe des Herstellers.

Dies zeigt schon, daß der Arzt das Recht hat, EDTA zur Behandlung der Arteriosklerose einzusetzen, wenn er dies im Interesse seiner Patienten für notwendig hält. Die Deutsche Gesellschaft für Chelat-Therapie hat Fortbildungsveranstaltungen eingerichtet, um den richtigen und sicheren Umgang mit der intravenösen EDTA-Chelat-Therapie zu lehren.  Dieses ärztliche Ausbildungsprogramm beinhaltet Prüfungen und schließt mit einem Zertifikat als Spezialist in der Chelat-Therapie ab.

Zusammenfassung über die Wirkungsweise von EDTA

  1. EDTA senkt den Blut-Kalziumspiegel und stimuliert so die Ausschüttung von Parathormon von der Nebenschilddrüse. Dieses Parathormon ist verantwortlich für die Entfernung von Kalzium von Orten, wo es nicht hingehört und die Ablagerung von Kalzium in die Knochen.
  2. EDTA stimuliert eine Vergrösserung von kleinen Gefässen, damit diese einen Umgehungskreislauf bilden.
  3. EDTA ist ein Antioxidans und vermindert den Schaden durch freie Radikale, die aus der Fett-Peroxidation entstehen.
  4. EDTA entfernt Metall Ionen, die zuviel und an falschen Orten abgelagert werden, wie Kupfer und Eisen
  5. EDTA entfernt Blei, Kadmium, Aluminium und andere Schwermetalle
  6. EDTA verbessert die Integrität der Zellmembrane
  7. EDTA vermindert das Zusammenkleben der Blutplättchen, die zu Thrombosen führen können.